Blick zum Nachbarn – Schweiz und die Blockchain

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Januar 19, 2019
Blick zum Nachbarn – Schweiz und die Blockchain

Noch nicht lange her, da sammelte ein Schweizer Startup über 100 Millionen US-Dollar ein. Gegründet werden soll die erste Bank für Kryptowährungen. Was unter Seba Crypto AG firmiert und seinen Sitz in Zug hat, soll von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht idealerweise schon im zweiten Quartal 2019 die Genehmigung erhalten, „die Lücke zwischen traditionellem Bankwesen und neuer Welt der Krypto-Technologie zu schließen“. Und wie steht es sonst um die Blockchain in der Schweiz? Ein Blick zum Nachbarn.

Erste Krypto-Bank soll 2019 in der Schweiz starten

Das Schweizer Bankwesen hat durchaus Tradition und zählt zu den bedeutendsten weltweit. Diesen Ruf hat das Bankwesen unseres Nachbarlands der politischen sowie wirtschaftlichen Stabilität, vor allem aber seiner eher konservativen und nachhaltigen Anlage zu verdanken.
Da wundert es erst einmal nicht, dass die weltweit erste Bank für Kryptowährungen ihren Sitz in der Schweiz hat. Noch dazu im Crypto Valley Zug.

Bereits nach der ersten Finanzierungsrunde beschäftigt die Seba Crypto AG mehr als ein Dutzend Mitarbeiter. Und ist weiter auf der Suche. Zum Zeitpunkt der Recherche für diesen Artikel waren acht Stellen ausgeschrieben – vom Junior Crypto Trader über Blockchain Integration Developer bis hin zum Senior Business Analyst. Derzeit konzentriert sich alles auf die Schweiz und vor allem auf die Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (kurz: FINMA). Die Chancen stehen nicht schlecht. Auch wenn die Schweizer Finanzaufsicht in der Vergangenheit das eine oder andere Unternehmen, das ohne Genehmigung im Bereich der Kryptowährungen tätig war, dicht gemacht hat. Die FINMA steht dem Thema Kryptowährungen durchaus offen gegenüber.

Nun könnte man sagen, die Seba Crypto AG sei nicht das erste Unternehmen, das seinen Geldgebern Bankservices verspricht. Die allermeisten ICOs der vergangenen Monate zerschellten an den Mauern der Finanzaufsichtsbehörden. Doch bei der Seba Crypto AG könnte es anders laufen. Denn hinter dem Projekt stehen Topmanager der UBS und Julius Bär, Privatbank aus Zürich. Menschen also, die internationale Erfahrung haben und wissen, wie man eine Bankgenehmigung der FINMA erhält.

Die Schweiz ist in Sachen Kryptomarkt Europas Vorzeigeland

Wenn es nach Lorenz Furrer geht soll die Schweiz zur „Krypto-Nation“ werden. Der Managing Partner der Lobbying-Agentur Furrerhugi startete gerade seine Agentur Narwal Blockchain PR. Mit Sitz im Krypto-Valley Zug, wo auch sonst. Gerade haben hier die Crypto Valley Labs mit aktuell mehr als 50 Firmen eröffnet. Furrer glaubt, dass das Crypto Valley schon bald mit dem Silicon Valley in den USA verglichen wird. Mit seiner Agentur Narwal Blockchain PR will er alles daran setzen, dass es bei der weltweiten Führung in Sachen Blockchain bleibt.
Das unabhängige Magazin Fonds Professionell Online führt Zug unter den TOP 10 der Krypto-freundlichsten Orten der Weltweit. Damit reiht sich das Crypto Valley Zug neben Städten wie Berlin, San Francisco oder Tokio ein.

Auch Ether, Bitcoin-Alternative und Kryptowährung mit der zweitgrößten Marktkapitalisierung, ist bekanntlich in der Schweiz beheimatet.

Erste private Blockchain der Schweiz

Die erste „private Blockchain“ der Schweiz soll jetzt in Zusammenarbeit zwischen der Schweizerischen Post und Swisscom entstehen. Beide Unternehmen verbinden dazu ihre bestehenden privaten Infrastrukturen. Durch die daraus entstehende Blockchain-Anwendung überprüfen sich beide Unternehmen gegenseitig.

Die so entstehende Infrastruktur soll aber zukünftig auch anderen Unternehmen der Alpenrepublik zur Verfügung gestellt werden. Allerdings bleiben die Daten vollständig in der Schweiz. Somit ist auch sicher gestellt, dass die Infrastruktur den hohen Sicherheitsanforderungen der Banken gerecht wird.

Auch bei diesem Projekt könnte es bereits im zweiten Quartal 2019 zu ersten Pilotprojekten kommen. Man richtet sich in erster Linie an Unternehmen und die öffentliche Verwaltung. Eben jene, die die Verarbeitung und den Transfer sensibler Daten gewährleisten müssen.

Und Deutschland?

Wir müssen uns aber hinter unserem Nachbarland keineswegs verstecken. Auch Berlin gehört zu den bereits erwähnten TOP 10 der Krypto-freundlichsten Städte. Kein Wunder, jeder fünfte deutsche Blockchain-Experte kommt aus Berlin, so das Ergebnis der BTC-Echo Studie zum Status Quo des deutschen Blockchain-Ökosystems. Und: 20 Prozent der Firmen, die nach Mitarbeitern mit Blockchain-Expertise suchen, sitzen ebenfalls in der Hauptstadt.

Die Studie einer Jobsuchmaschine hat jetzt untersucht, wie groß der Anteil der Beschäftigten mit Blockchain-Bezug am internationalen Arbeitsmarkt ist. Siehe da, wir stehen gar nicht so schlecht da, wie man vielleicht vermuten würde.

Insgesamt wurden fast 350 Millionen LinkedIn Profile nach Blockchain-Expertisen durchforstet. Heraus gekommen ist dabei, dass circa 0,15 Prozent der Berufstätigen hier bei uns in Deutschland in der Blockchain-Branche tätig sind. Damit landen wir hinter den Niederlanden und Österreich auf Platz drei. Im internationalen Vergleich wohlgemerkt. Die USA, sonst ja oft Vorreiter, ist hingegen in Sachen Blockchain-Experten absolutes Entwicklungsland. Gerade mal 0,06 Prozent der Erwerbstätigen verfügen über Kenntnisse Blockchain, Kryptowährungen & Co.
Zum Schluss noch ein genauerer Blick noch auf Deutschland: hinter Berlin folgen die Städte München, Frankfurt, Köln, Hamburg. Berlin ist zwar Blockchain-Hauptstadt, aber mit nur 14 Arbeitnehmern pro Stellenangebot ist der Wettbewerb für Fachkräfte in Hamburg wesentlich entspannter.

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    12 Apr 2019

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    09 Mai 2019

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