Der Einsatz der Blockchain-Technologie abseits von Bitcoin & Co.

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Januar 30, 2019
Der Einsatz der Blockchain-Technologie abseits von Bitcoin & Co.

Weltweite Bekanntheit erlangte die Blockchain-Technologie zwar erst 2009, doch erste Grundlagen dazu wurden bereits 1991 von Stuart Haber und W. Scott Stornetta beschrieben. Auch wenn es für die Öffentlichkeit kaum einen Unterschied zwischen Blockchain und Bitcoin gibt, die Blockchain-Technologie kann weit mehr als nur Bitcoin. Hier einige Beispiele für ihren Einsatz abseits digitaler Kryptowährungen.

Blockchain in Deutschland – ein Status Quo

In Kooperation mit Blockstate hat BTC Echo kürzlich den „deutschen Blockchain Index 2018“ veröffentlicht. Von insgesamt 180 deutschen Blockchain-Start-ups haben mehr als 100 an der Studie teilgenommen. Hier die Ergebnisse in Kurzform:

  • Knapp die Hälfte (89 von 180) der deutschen Blockchain-Start-ups sitzen in Berlin.
  • Gut zwei Drittel (67%) der befragten Unternehmen generieren eigenen Aussagen nach bereits Umsatz.
  • In 53% der befragten Blockchain-Start-ups werden weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt.
  • Die Mehrheit der befragten Start-ups finanziert sich über Initial Coin Offerings (ICO).
  • Fünf der Studienteilnehmer gaben einen jährlichen Umsatz von mehr als € 500.000 an.

Es tut sich also was, könnte man meinen…

Einer anderen Studie des Branchenverbands Bitkom hingegen kann man entnehmen, dass die Akzeptanz der Blockchain hierzulande nicht besonders groß ist. Im Gegenteil, Deutschland scheint hierbei eher Entwicklungsland zu sein.
Der Umfrage zufolge diskutieren zwei Prozent der Unternehmen den Einsatz der Blockchain-Technologie, vier Prozent befinden sich in Planungs- und/oder Testphasen und bei zwei Prozent laufen bereits erste Projekte. Der Großteil (60%) der Unternehmen hingegen hat sich noch überhaupt nicht mit dem Thema Blockchain auseinander gesetzt.
Wie es scheint, scheitert das Thema hierzulande vor allem an einem Mangel an Blockchain-Experten und Business Cases. Werfen wir mal einen Blick in andere Länder…

Die Blockchain als Garant für bessere Wahlen?

Dass Wahlen nicht immer und vor allem nicht überall so funktionieren wie sie sollen, ist hinlänglich bekannt. Das größte Problem und damit die potentiell größte Gefahr ist immer noch der Mensch. Die Lösung für dieses Problem könnte wie so oft die dezentrale Buchführung sein.
Dass sich Staaten mit der Blockchain-Technologie auseinander setzen liegt auf der Hand. Schließlich ist sie eine Möglichkeit, Daten so zu verwalten, dass sie weder gefälscht noch manipuliert werden können. Bestes Beispiel: Südkorea. Die bereits seit längerer Zeit bestehenden Pläne für Blockchain-Wahlen werden laut „The Korea Times“ nun konkreter. Laut Presseartikel soll das System zur Online-Abstimmung bereits innerhalb des nächsten Monats fertiggestellt werden.

Dann soll das Wahlsystem ausgiebig getestet werden. Die Erwartungshaltung ist hoch, die südkoreanische Wahlkommission geht davon aus, dass das „blockchainbasierte Wahlsystem die Zuverlässigkeit der Abstimmung erhöhen wird“. Bis April 2020 bleibt Zeit, das System zu testen, dann sind wieder Wahlen in Südkorea. Steht das Wahlsystem auf der Blockchain bis dahin, ist dies sicherlich eine Chance für die Demokratie.

Foodtracking und Blockchain

Foodtracking und Blockchain scheint eine Beziehung mit Zukunft zu werden. Walmart hat es im September vorgemacht: der Einzelhandelsriese aus den USA setzt die Blockchain-Technologie ein, um die Lieferkette von Salat zu überwachen.
Seit Mitte November macht es Europas zweitgrößter Einzelhändler Carrefour dem US-Konkurrenten nach. Gemeinsam mit IBM ermöglicht der Einzelhandelsgigant seinen spanischen Kunden die Nachverfolgung von Geflügel. Kaufen Kunden Geflügelfleisch des Typs „Camero“ können Sie nun einfach per QR-Code nachvollziehen, ob bei Herstellung und Lieferung alles mit rechten Dingen ablief.
Ähnliches plant der Schweizer Lebensmittelimporteur Gustav Gerig AG. Die Gustav Gerig AG legt besonderen Wert darauf, nachhaltige Güter anzubieten. Daher soll MSC-zertifizierter Thunfisch mittels Blockchain-Technologie getrackt werden. Das Unternehmen wird dabei mit dem Blockchain-Dienstleister Atato und dem Thunfisch-Marketingunternehmen Pacifica zusammen arbeiten.

Amazon und die Blockchain

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Dass dem so ist beweisen unter anderem Amazons jüngst angekündigte Bemühungen in Sachen Blockchain. Wie das Unternehmen am 28. November bekannt gab, startet Amazon eine Blockchain-Management-Plattform. Ziel ist es, die unzähligen Daten, die die Kunden hinterlassen noch besser verwalten und für personalisierte Werbung nutzen zu können.
Der Plan: eine Blockchain aufsetzen, allerdings ohne eigene Plattform. Der Ankündigung zufolge wird es mit der Amazon-Managed-Blockchain-Plattform möglich sein, „mit ein paar Klicks“ eine Blockchain aufzusetzen. Die Amazon Managed Blockchain übernimmt dann das Management der Zertifikate und überwacht die Nutzung von Rechenleistung und Speicherplatz. Angedacht sind zwei Ausführungen, eine „Starter Edition“ für Testzwecke und kleinere Produktionen und eine „Standard Edition“ für größere Netzwerke. Aktuell ist das Angebot nur in den USA verfügbar, eine Ausweitung soll folgen.

Ab 2019 Studiengang zur Blockchain

Bislang beschäftigen sich noch wenige Universitäten mit der Blockchain oder dem rasant wachsenden Markt der Kryptowährungen. Doch im Fürstentum Liechtenstein soll sich das nun ändern. Ab Februar 2019 nämlich soll Studierenden im Zertifikatsstudiengang „Blockchain und FinTech“ grundlegendes Wissen zur Blockchain-Technologie vermittelt werden. Zudem wird es in dem Pilotprojekt um Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie vor allem im Finanzsektor gehen. Hintergrundwissen zu weniger bekannten Kryptowährungen wie beispielsweise „Dash“ oder „IOTA“ runden das Angebot ab.

Fazit

Seit dem rasanten Kursanstieg von Bitcoin im letzten Jahr spricht gefühlt jeder über die Blockchain-Technologie. Während es uns andere Länder (mal wieder) vormachen, fehlen hierzulande die Experten und somit auch die Use Cases. Schauen wir mal, wer innovativ genug ist, den ersten Schritt zu gehen.

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    10 Mai 2019

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