Ethereum – Constantinople Hard Fork soll Mitte Januar kommen

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January 3, 2019
Ethereum – Constantinople Hard Fork soll Mitte Januar kommen

Der lang ersehnte Constantinople Hard Fork soll nun bei Block 7.080.000 aktiviert werden. Ausgehend von einer durchschnittlichen Blockzeit von 14,3 Sekunden pro Block und unter Berücksichtigung der noch fehlenden Blöcke dürfte dies also nicht vor dem 14. Januar 2019 der Fall sein.

Er war ursprünglich bereits für Ende Oktober 2018 angekündigt worden. Doch auf Grund von aufgetretenen Schwierigkeiten bei der Aktivierung des Upgrades im Ropsten Testnetzwerk entschied man sich seinerzeit für einen Aufschub des Hard Fork. Doch die Konsens-Probleme scheinen nun beseitigt zu sein. Zumindest hat das Kernentwicklungsteam in ihrem letzten Meeting am vergangenen Freitag nun entschieden, dass der Constantinople Hard Fork bei Block 7.080.000 durchgeführt werden soll.

Constantinople Hard Fork bringt gravierende Neuerungen

Der Constantinople Hard Fork wird nach dem Byzantium Hard Fork am 16. Oktober 2017 die zweite Phase im sog. Metropolis-Upgrade einleiten. Dies zieht einige Neuerungen mit sich, die zum Teil gravierend sein werden. Die wohl größte Änderung wird die Reduktion des Block Rewards sein. Nach dem Constantinople Hard Fork wird das Finden eines gültigen Blocks nur noch mit 2ETH statt wie bisher mit 3ETH vergütet.
Des Weiteren wird die Umstellung des Konsensalgorithmus von Proof of work (PoW) auf Proof of stake (PoS) vorbereitet. Da bei Proof of stake keine Rechenleistung gebraucht wird und somit der entsprechende Stromverbrauch entfällt, ist PoS wesentlich umweltfreundlicher als PoW. Zugleich müsste ein Angreifer über die Hälfte des Gesamtvermögens besitzen, um eine 51% Attacke durchführen zu können.

Um diese Umstellung vorzubereiten soll die sog. „Difficulty Bomb“ hinausgezögert werden. Die „Difficulty Bomb“ bezeichnet einen Algorithmus, der auf Netzwerkebene dafür sorgt, dass die Schwierigkeit für das Erstellen eines neuen Blocks exponentiell ansteigt.

Von PoW zu PoS – sanfter Wechsel dank „Difficulty Bomb“

Bereits 2017 machte sich die „Difficulty Bomb“ bei Ethereum langsam bemerkbar. Wenn auch zunächst nur in den Charts. Seit Januar 2017 stiegen Preis, Hashrate und Difficulty der zweitgrößten Krytowährung an. Wer die Charts damals genauer studierte, sah, dass die Schwierigkeit ein klein wenig schneller anstieg als die Hashrate. Während es im Mai 2017 schon über 15 Sekunden dauerte, bis ein neuer Block entstand, sanken gleichzeitig die erzeugten Ether pro Tag. Von beispielsweise ca. 30.000 Ether pro Tag im Januar und Februar auf nur noch ca. 27.500 Ether pro Tag im Mai 2017.

All dies hatten die Entwickler von Ethereum nicht grundlos eingeplant. Quasi als eine Art Alterungsprozess, der dazu beiträgt, dass bestimmte Ethereum-Versionen irgendwann schlicht unbrauchbar werden. Was wiederum dazu führt, dass Entwickler wie Miner eher gewillt sind, neue Änderungen mitzutragen.

Der wahrscheinlich viel wichtigere Grund für die „Difficulty Bomb“ ist aber der geplante Wechsel von Proof of work (PoW) zu Proof of stake (PoS). Diesen Plan verfolgt Ethereum auf sehr elegante Weise. Wir befinden uns seit dem Byzantium Hard Fork im Oktober 2017 in der sog. „Metropolis“-Ära. Mining und Staking fahren derzeit noch parallel. Dazu schließen die Staker mittels „Casper“-Vertrag Ether ein, um Blöcke zu validieren. Gleichzeitig bestimmen die Miner weiterhin das Timing der Blöcke. Da die Difficulty jedoch derart hoch ansteigt, dass sich das Mining irgendwann weniger lohnen wird als das Staking, werden Miner alleine schon aus ökonomischen Gründen früher oder später unweigerlich zu Stakern. Sanfter kann man einen Umstieg kaum planen.

Kein Hard Fork in 2018

Der Constantinople Hard Fork wird – „Frontier“ bei Block 1 mal ausgenommen – der siebte Hard Fork bei Ethereum sein. Den ersten Ethereum Hard Fork names „Frontier Thawing“ gab es noch im Gründungsjahr, keine zwei Monate nach der Gründung von Ethereum. „Homestead“ war Hard Fork Nummer 3 bei Block 1.150.000. Das war der erste Hard Fork 2016 und auch der einzige, der auf der Roadmap stand. Drei weitere Hard Forks sollten 2016 jedoch folgen: „DAO Fork“ am 20. Juli 2016 bei Block 1.920.000 (der erste Hard Fork, bei dem sich die Blockchain teilte, was Ethereum Classic hervorbrachte), „EIP-150 Hard Fork“ am 18. Oktober 2016 bei Block 2.463.000 und „Spurious Dragon“ am 22. November 2016 bei Block 2.675.000.

Fast ein Jahr sollte es dann dauern, bis „Byzantium“ – der erste Hard Fork des „Metropolis“-Upgrades – am 16. Oktober 2017 bei Block 4.370.000 erfolgte. Der zweite Hard Fork der „Metropolis“-Ära hätte ursprünglich im Oktober diesen Jahres kommen sollen, wurde jedoch auf Grund von Konsens-Problemen verschoben. So wird das Jahr 2018 in wenigen Wochen zu Ende gehen, ohne dass es einen einzigen Ethereum Hard Fork gegeben hat.

Ethereum großer Verlierer des Bärenmarktes

Ob der Constantinople Hard Fork Mitte Januar 2019 tatsächlich kommt oder doch noch ein weiteres Mal verschoben wird, steht in den Sternen. Ebenso abzuwarten bleibt, ob das Update Einfluss auf die Preisentwicklung von Ethereum nehmen wird. Seit Anfang des Jahres jedenfalls verzeichnet die zweitgrößte Kryptowährung ein ordentliches Minus von 90 Prozent. Ethereum gehört damit zu den größten Verlierern des aktuellen Bärenmarktes.

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